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Fermentieren

Bei der Fermentation (lat. fermentum: „Sauerteig“) werden biologische Materialien, wie z.B. Gemüse oder Joghurt mit Hilfe von Bakterien-, Pilz- oder Zellkulturen oder aber durch Zusatz von Enzymen (Fermenten) umgewandelt.
So ist es einfacher sie zu verdauen.
👉 Durch die enthaltenen Enzyme und aktiven Milchsäurebakterien kann das sauer vergorene Gemüse die Darmflora positiv beeinflussen und dadurch sogar das Immunsystem stärken. Dies sitzt nämlich zu einem großen Teil im Darm.

Vergorenes Gemüse ist besonders aromatisch und enthält viele Vitamine und probiotische Bakterien. Um die geballte Power von fermentiertem Gemüse zu entfalten solltest du täglich eine kleine Portion in deine Ernährung einbauen. Ca. ein Esslöffel pro Tag ist schon ausreichend.

Zum Fermentieren eignen sich Gemüse wie z.B. Möhren 🥕, Weiß- und Rotkohl, Sellerie, etc. Hast du schon einmal fermentiert? Wenn ja, welches Gemüse findest du dabei besonders lecker 😋?

Um z.B. Rotkohl zu fermentieren, benötigst du einen mittelgroßen Kohlkopf, 1 EL Salz, ein großes Messer, eine Schale, ein großes Glas mit weitem Hals, eventuell einen Stößel, einen kleinen Teller und etwas zum Beschweren. Schon kann es losgehen.

Du halbierst den Rotkohl, schneidest den festen Strunk heraus und schneidest den Rotkohl in ganz feine Streifen. Du gibst den geschnittenen Rotkohl in eine größere Schale und streust den Esslöffel Salz darüber. Nun fängst du an, den Kohl mit deinen Händen zu kneten. Der Kohl gibt mit der Zeit Saft ab. Du solltest ihn so lange kneten, bis er nicht mehr „quietscht“. Das dauert eine Weile und gibt richtig Power in deine Oberarme 💪. Wenn du damit fertig bist, müsste schon einiges an Saft ausgetreten sein. Nun kannst du den Kohl in das Glas geben und zwischendurch mit dem Stößel oder den Händen immer wieder festdrücken. Dann stellst du, je nach Größe des Glases einen kleinen Teller oder etwas Ähnliches hinein und beschwerst. Deckel drauf, fertig. Du solltest jeden Tag den Deckel einmal kurz aufmachen, damit die Gase, die beim Fermentieren entstehen, entweichen können. Sonst wird der Druck zu groß.

P.S. Du kannst natürlich auch noch Gewürze wie eine Chilischote dazugeben oder mit anderen Gemüsesorten mischen. Das bleibt deiner Fantasie überlassen. Experimentieren erwünscht.

Nach ca. 14 Tagen kannst du mal probieren. Viel Spaß und lass‘ es dir schmecken 😋.